Was ist Mediation?

Sich die Hände reichen

Sich die Hände reichen...

Die bei Konflikten und Meinungsverschiedenheiten frei werdende Energie lässt sich dagegen auch konstruktiv und kreativ geschickt nutzen, um

Die zentrale Idee der Mediation beruht auf der Idee, dass die Konfliktparteien mit der Unterstützung des Mediators die Lösungen des Konfliktes selbst erarbeiten können. Im Gegensatz zu einem Gerichtsverfahren werden die Entscheidungsgewalt und die Selbstverantwortung zur Lösungssuche den Parteien nicht abgenommen.

In einer Mediation entwickeln die beteiligten Parteien ein tieferes Verständnis für die Anliegen und Bedürfnisse von sich selbst und von der Gegenpartei.


 

 

Vorteile der Mediation

Knockout

...oder kämpfen bis zum Knockout?

Mit Hilfe dieser kosten- und zeitsparenden Methode – da sich die Honorierung nicht nach dem Streitwert sondern nach dem effektiv beanspruchten Zeitaufwand bemisst – nehmen Sie den Ausgang Ihres Konfliktes selbst in die Hand und lassen nicht eine juristische Instanz entscheiden, was für Sie gut ist.

Als Mediatoren sind wir laut Mediationsgesetz verpflichtet, den Prozess moderierend, vermittelnd, klärend und beratend zu begleiten, wobei wir offen für alle möglichen Ergebnisse, sei es eine Versöhnung, eine Vereinbarung zu einer weiteren Zusammenarbeit oder eine faire Trennung sind.

Demnach sind folgende weitere Vorteile gegenüber einer juristischen Auseinandersetzung zu nennen:

Mediation...

Einen guten Überblick über das Thema bietet auch Dr. Peter Hammacher, Rechtsanwalt und Mediator aus Heidelberg, in seinem Artikel »Mediation in Bausachen«, erschienen in Heft 1/2008 der Publikation »Der Bausachverständige«.

 

 

Wie läuft eine Mediation ab?

Phase 1

strukturiertes Verfahren

Ein strukturiertes Verfahren: Vom unverbindlichen Vorgespräch...

Zunächst wird in einem oder mehreren Einzelgesprächen vorab mit Ihnen und Ihren Gegenpartei geklärt, ob sich der Konflikt für eine Mediation eignet und in welchem strukturellen Stadium er sich befindet, welche Beteiligten darin involviert sind, welche mittelbar Beteiligten es darüber hinaus gibt und ob diese ebenfalls in den Prozess eingebunden werden sollen.

Gleichzeitig ist es auch hilfreich zu wissen, um welche Konflikt-Themen – noch ohne inhaltliche Detailklärung – es sich handelt und welches Ziel in der Mediation verfolgt wird. Im Vorfeld einer Mediation ist es auch notwendig, die erforderlichen Arbeitsbedingungen, unter denen eine Mediation sinnvoll und fair ablaufen kann, zu klären.

Zusätzlich werden die Rollen der Beteiligten und des Mediators, sowie die Kosten des Verfahrens eingehend erläutert. Auf dieser Basis wird von den Beteiligten ein schriftlicher Mediationsvertrag unterzeichnet.

 

Phase 2

In weiteren Gesprächen beginnt die Beleuchtung des Konfliktumfelds und die Themensammlung, worum es den Beteiligten geht. Die Beteiligten (Medianten) legen unter Mitwirkung des Mediators gemeinsam und einvernehmlich fest, welche Themen bearbeitet werden sollen und in welcher Reihenfolge dies geschehen soll. Die einzelnen Punkte werden so genau wie möglich formuliert und dann schriftlich festgehalten.

 

Phase 3

Sammlung von Interessen

...zur Sammlung von Interessen...

Zu den einzelnen Punkten werden im nächsten Schritt die dahinter liegenden Bedürfnisse oder Interessen der jeweiligen Beteiligten erhellt. Dadurch soll sichergestellt werden, dass allen Beteiligten, auch der Gegenpartei, klar wird, um was es dem Einzelnen bei dem jeweiligen Thema wirklich geht und welche Aspekte und Wertvorstellungen für ihn dabei wichtig sind.

Hierdurch werden in der Regel bisher unausgesprochene Gesichtspunkte der jeweils konträren Partei offengelegt, wodurch sich neue Perspektiven im Miteinander eröffnen.

 

Phase 4

Auf der Basis der vorausgegangenen Schritte wird in gemeinsamem »Brainstorming« – oder anderen Kreativitätsttechniken – versucht, nahe liegende oder intuitiv gefundene Lösungsideen zu sammeln, um kreative Blockaden zu lösen, damit vermeintlich »verrückte« Perspektiven eine Chance bekommen und so den Spielraum der Konfliktklärung erweitern.

 

Phase 5

Abschlussvereinbarung

...bis zur Abschlussvereinbarung.

Die mittels obiger Kreativitätstechniken gewonnenen Lösungsansätze werden nun auf ihre Tauglichkeit und Realisierbarkeit, evtl. auch unter Beiziehung von Gutachtern oder Rechtsberatern, geprüft und bewertet.

Der dadurch neu gewonnene Lösungsspielraum trägt in der Regel zu überraschenden Optionen bei, bei denen beide Parteien gewinnen können.

 

Phase 6

Abschließend treffen die Parteien eine schriftliche Mediationsvereinbarung zu den erarbeiteten Lösungsoptionen, um eine langfristige und tragfähige Verbindlichkeit zu garantieren.

Dies ist vor allem dann wichtig, wenn zwei Parteien in längerem Geschäftskontakt stehen und diesen nicht leichtfertig opfern wollen.

 

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